Risiko-Rendite-Rechner
Gib deinen Einstieg, deinen Stop-Loss und dein Ziel ein, und ich sage dir, wie viel du pro Einheit Gewinnziel riskierst und bei wie vielen deiner Trades du richtigliegen musst, um bei null rauszukommen. Es ist die Rechnung aus dem Leitfaden Stop-Loss und Take-Profit.
Risiko-Rendite1:3
Trefferquote, um bei null rauszukommen25 %
Bis zum Stop-2 %
Bis zum Ziel+6 %
Du riskierst 1, um 3 zu gewinnen: Liegst du bei mehr als 25 % solcher Trades richtig, gewinnst du mehr, als du verlierst – Gebühren nicht eingerechnet.
Ohne Gebühren und ohne Slippage, die deinen Gewinn etwas senken und deinen Verlust etwas erhöhen.
Welche Trefferquote du brauchst
Je mehr du bei jedem Treffer im Vergleich zu dem gewinnst, was du bei jedem Fehlschlag verlierst, desto seltener musst du treffen. Die letzte Spalte zeigt das Ergebnis von zehn Trades, vier guten und sechs schlechten, mit 1 % des Kontos Risiko bei jedem:
| Verhältnis | Trefferquote, um bei null rauszukommen | Dein Konto nach 4 Treffern und 6 Fehlschlägen (1 % pro Trade) |
|---|---|---|
| 1:0,5 | 66,67 % | -4 % |
| 1:1 | 50 % | -2 % |
| 1:1,5 | 40 % | 0 % |
| 1:2 | 33,33 % | +2 % |
| 1:3 | 25 % | +6 % |
| 1:4 | 20 % | +10 % |
| 1:5 | 16,67 % | +14 % |
Bei 1:1 musst du die Hälfte der Trades treffen, nur um bei null rauszukommen; bei 1:3 einen von vier.
Die Formel, die ich nutze
- Abstand zum Stop = (Einstieg − Stop) ÷ Einstieg, ohne Vorzeichen. Einstieg bei 60.000 und Stop bei 58.800: 2 %.
- Abstand zum Ziel = (Ziel − Einstieg) ÷ Einstieg, ohne Vorzeichen. Ziel bei 63.600: 6 %.
- Verhältnis = Abstand zum Ziel ÷ Abstand zum Stop. 6 ÷ 2 = 3: also 1:3.
- Trefferquote, um bei null rauszukommen = 1 ÷ (1 + Verhältnis). 1 ÷ 4 = 25 %.
Das Verhältnis hängt weder von der Größe noch vom Hebel ab: Es ist bei 100 USDT dasselbe wie bei 10.000. Wie viel du eröffnest, damit dich der Stop das kostet, was du riskieren willst, zeigt dir der Positionsgrößen-Rechner.
Erst Stop und Ziel, dann das Verhältnis
Der Stop gehört dorthin, wo der Chart zeigt, dass du falschlagst, und das Ziel dorthin, wo du den Kurs erwartest: ein früheres Hoch oder Tief, eine Zone, an der er schon einmal gedreht hat. Daraus ergibt sich das Verhältnis.
Das Ziel weiter wegzuschieben, damit das Verhältnis besser aussieht, ändert nichts daran, was der Kurs macht: Erreicht er es seltener, musst du öfter treffen. Wie du beides wählst, steht unter Stop-Loss und Take-Profit.
Häufige Fragen
Wie wird das Risiko-Rendite-Verhältnis berechnet?
Teile den Abstand bis zu deinem Ziel durch den Abstand bis zu deinem Stop. Mit dem Einstieg bei 60.000, dem Stop bei 58.800 und dem Ziel bei 63.600 riskierst du 2 %, um 6 % zu gewinnen: 1:3.
Welche Trefferquote brauche ich bei 1:2?
Mehr als 33,33 %, um kein Geld zu verlieren (Gebühren nicht eingerechnet): 1 ÷ (1 + 2). Bei 1:3 mehr als 25 % und bei 1:1 mehr als 50 %.
Welches Risiko-Rendite-Verhältnis ist gut?
Das hängt davon ab, wie oft du triffst. Ein 1:1 mit 60 % Treffern verdient Geld, ein 1:4 mit 15 % verliert welches. Das Verhältnis sagt nur zusammen mit deiner Trefferquote etwas aus.
Funktioniert er bei einem Short?
Ja. Setz den Stop über den Einstieg und das Ziel darunter: Der Rechner erkennt, dass es ein Short ist, und macht dieselbe Rechnung.
Rechnet er die Gebühren mit ein?
Nein. Die Gebühren fürs Eröffnen und Schließen senken deinen Gewinn bei jedem Treffer und erhöhen deinen Verlust bei jedem Fehlschlag, also musst du in der Praxis etwas öfter treffen, als die Tabelle sagt.
